Die Fragen, die niemand stellt

Wer zum ersten Mal eine Wellnessbehandlung bucht, hat meistens nicht die eine große Frage, sondern zehn kleine: Wo ziehe ich mich um? Muss ich mich ganz ausziehen? Wird jemand hereinkommen? Soll ich reden? Ist Trinkgeld erwartet? Wie lange dauert das wirklich? Diese Fragen werden selten gestellt, weil sie sich banal anfühlen. Sie sind aber genau der Grund, warum viele Menschen einen Termin aufschieben. Hier sind die Antworten für ein kleines Studio wie unseres — bei größeren Häusern kann das abweichen.

Ankommen und Umkleiden

Bei uns gibt es keine Empfangstheke, an der Sie sich anmelden müssen, und keinen offenen Wartebereich mit anderen Gästen. Sie klingeln, wir öffnen, nehmen Ihnen die Jacke ab und beginnen mit einem kurzen Gespräch über die gebuchte Anwendung, Empfindlichkeiten und Vorerkrankungen. Danach gehen Sie in den Behandlungsraum und richten sich in Ruhe und unbeobachtet ein. Wir klopfen, bevor wir hereinkommen — immer. Kommen Sie möglichst fünf Minuten vor der vereinbarten Zeit, damit für das Gespräch Raum bleibt und Sie nicht direkt aus der Eile auf die Liege wechseln.

Was Sie anbehalten können

Das hängt von der Anwendung ab, und die Antwort ist konkreter, als viele erwarten. Beim Japanese Head Spa bleibt Ihre Kleidung vollständig an. Bei den Gesichtsbehandlungen wird nur das Oberteil gelockert, damit Hals und Dekolleté zugänglich sind. Bei den Fußritualen kommen Schuhe und Socken aus, die Hose wird bis über die Wade geschoben. Nur bei den Körpermassagen ziehen Sie sich bis auf die Unterwäsche aus — die können Sie anbehalten. Sie liegen dabei mit Leinen abgedeckt, und nur der Bereich, an dem gerade gearbeitet wird, ist frei.

Reden, schweigen oder einschlafen

Alle drei sind in Ordnung. Manche Gäste unterhalten sich die ganze Stunde, andere schließen nach zwei Minuten die Augen und sagen bis zum Ende nichts mehr. Wir richten uns danach — sagen Sie am Anfang einfach, was Ihnen lieber ist, dann muss niemand raten. Einschlafen ist ausdrücklich erlaubt und kein Grund für eine Entschuldigung; bei den ruhigen Anwendungen ist es fast die Regel. Und wenn Sie merken, dass Sie während des Gesprächs eigentlich lieber Ruhe möchten, dürfen Sie das mitten im Satz sagen.

Trinkgeld, Verkauf und was danach passiert

Ein Trinkgeld ist bei uns nicht erwartet und nicht eingerechnet. Wenn Sie gern eins geben, freuen wir uns — aber der Preis in der offiziellen Preisliste ist der vollständige Preis. Es gibt am Ende des Termins auch kein Verkaufsgespräch: keine Pakete, keine Abos, keine Empfehlung, die eigentlich ein Angebot ist. Wenn Sie wissen möchten, welches Produkt verwendet wurde, sagen wir es Ihnen, und damit ist das Thema erledigt. Bezahlt wird nach der Behandlung; nach aktueller Studioinformation mit Karte, PayPal oder bar.

Und wenn es Ihnen doch unangenehm ist?

Dann sagen Sie es. Weniger Druck, eine andere Temperatur, eine andere Position, eine Pause, eine Decke, mehr Ruhe — das alles sind keine Umstände, sondern der Unterschied zwischen einem Standardablauf und einer Behandlung, die zu Ihnen passt. Sie müssen sich nicht rechtfertigen und nichts erklären; „etwas weniger“ genügt. Und wenn Sie merken, dass Sie eine Anwendung gar nicht möchten, können Sie auch das sagen. Eine Wellnessbehandlung, in der Sie sich zusammenreißen, verfehlt ihren Zweck vollständig.

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